Forschung in der Rheumatologie
Die Forschung in der Rheumatologie hat in den letzten Jahren große Erfolge erzielt, von der viele Patienten profitieren, auch solche, die früher behandlungsresistente Verlaufsformen hatten. Ein Beispiel hierfür ist die Aufklärung der zentralen Rolle des Zytokins TNF-α bei der Unterhaltung chronischer entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Basierend auf diesen Kenntnissen wurden in den 1990er Jahren die verschiedenen TNF-α-hemmenden Substanzen entwickelt, die einen Durchbruch in der Therapie vieler rheumatologischer Erkrankungen gebracht haben.
Durch Biologicals, wie TNF-α-Hemmer, hat sich die Lebensqualität vieler Rheumapatienten entscheidend verbessert; auch Kinder mit rheumatischen Erkrankungen profitieren von diesem Fortschritt.
Viele Schlüsselmechanismen der Pathogenese, insbesondere bei der Rheumatoiden Arthritis (RA), der ankylosierenden Spondylitis (AS), der Arthritis psoriatica, aber auch der Kollagenosen wie dem systemischen Lupus Erythematodes (sLE) und der systemischen Sklerose (SSc), werden inzwischen besser verstanden. In immer kürzeren Abständen werden Moleküle und Signalketten identifiziert, die bei immunologischen Reaktionen und Zerstörungsprozessen dieser Erkrankungen eine Rolle spielen. So entstehen laufend neue Targets für die Entwicklung innovativer Pharmaka, die auch künftig weitere Behandlungserfolge in der Therapie rheumatologischer Erkrankungen erwarten lassen.