Die Rheumatologie: Ein Fach mit Zukunft
Im Vergleich zu den großen internistischen Fächern wie der Kardiologie und Gastroenterologie ist die Rheumatologie relativ unbekannt und in der universitären Ausbildung der Studenten in Deutschland nicht überall vertreten. Außerdem leidet das Fach bis heute unter der weit verbreiteten Annahme unter Laien und medizinischem Fachpersonal anderer Disziplinen‚ dass rheumatische Erkrankungen ohnehin nicht beeinflussbar sind.
Dem ist schon lange nicht mehr so: In klinischer Forschung und dem Einsatz neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten hat die Rheumatologie längst eine Schrittmacherrolle übernommen. Eine Flut neuer Erkenntnisse über die Pathogenese entzündlicher Gelenkerkrankungen hat zu einer ganzen Reihe innovativer Medikamente in der Hand des Rheumatologen geführt, zu denen auch moderne Biopharmazeutika gehören.
Die Rheumatologie ist heute ein enorm vielfältiges Fach. Neben modernen Bild gebenden Verfahren und ausgefeilter Labordiagnostik beherrscht ein Rheumatologe ein weites Spektrum an Therapieverfahren. Beispiele hierfür sind die Pharmakotherapie, die physikalische Therapie, orthopädisch-technische Maßnahmen, Ergotherapie oder psychosoziale Betreuung. Von dieser Vielfalt profitieren die Patienten, die aufgrund der demografischen Entwicklung immer zahlreicher werden. Demgegenüber stehen relativ wenige Rheumatologen – glänzende Aussichten also für eine Zukunft in der Rheumatologie.